Das BÜNDNIS FÜR DIE FELDER wünscht Ihnen/Euch für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und einen langen Atem für den Kampf um unsere schönen Felder. Auch wenn im Augenblick nicht viel aus Politik und Verwaltung zu hören ist, kann doch sicher davon ausgegangen werden, dass 2026 das entscheidende Jahr für unser Felder sein wird.
Planungsprozess Brück Rather Steinweg, Madaus Gartenland und Änderung des Flächennutzungsplans. Wo stehen wir?
Auch wenn es in Politik und Verwaltung sehr ruhig ist, lässt die Tatsache, dass das Madaus Gartenland derzeit nach Sprengkörpern abgesucht wird, erkennen, dass im Hintergrund zumindest an diesem Teilprojekt weitergearbeitet wird. Zur Bebauung rund um den Brück-Rather Steinweg oder gar die Innenbebauung von Rath gibt es derzeit (noch) keine erkennbare Bewegung.
Auch auf der Projektseite der Stadt findet sich wenig Neues. Es ist ärgerlich, dass Neuerungen wie z.B. die Veröffentlichung des Protokolls zur Bürgerbeteiligung in Ostheim irgendwo in den Fließtext eingeschoben werden, sodass nicht erkennbar ist, wann was ergänzt oder geändert wurde. Empfehlenswert ist aber, sich einmal die „Leitlinien für das Qualifizierungsverfahren“ anzuschauen. Hier werden das weitere Verfahren, der grobe Zeitrahmen und die Qualitätskriterien für die Ausschreibung detailliert beschrieben.
Versprechen der Politik: Bürgerinnen und Bürger mehr einbinden
Im vergangenen Jahr haben sich fast alle Ratsfraktionen im Stadtentwicklungsausschuss für eine wesentlich stärkere Einbindung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger ausgesprochen. Da wir diesbezüglich wenig Engagement seitens der Politik oder der Verwaltung spüren, hat Bündnis-Mitglied und Ratsherr Peter Jüde eine Anfrage an den Stadtentwicklungsausschuss gestellt. Im Wesentlichen geht es um die Fragen ob und wie diese stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger erfolgt und wo konkret der Planungsprozess steht. Die vollständige Anfrage ist hier nachzulesen: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1074728&type=do.
Wir gehen davon aus, dass die Verwaltung zur nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss am 29.1.2026 zu dieser Anfrage Stellung beziehen wird.
Bitte das Protokoll zur Bürgerversammlung in Ostheim anfordern
Nach über vier Monaten wurde ja im Dezember endlich das Protokoll zur Bürgerveranstaltung vom 8.7.2025 in Ostheim veröffentlicht. Gerne würden wir dem mehrfachen Wunsch folgen, es hier zu veröffentlichen. Da es aber den Verweis trägt, dass es „urheberrechtlich geschützt ist und weder vervielfältigt noch verbreitet werden darf“ ist uns dies nicht möglich.
Wir bitten Sie / Euch, falls noch nicht geschehen, das Protokoll selbst über die E-Mail-Adresse des Stadtplanungsamtes (neubrueckerring@stadt-koeln.de) anzufordern, nicht zuletzt auch, damit der Verwaltung bewusst wird, wie sehr das Thema den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt.
Bannerbestellung noch bis 25.1. möglich
Im Dezember hatten wir die Idee aufgebracht, Banner gegen die Bebauung der Felder zentral zu bestellen, um auf die Pläne zur Bebauung aufmerksam zu machen. Vielen unserer Nachbarinnen und Nachbarn sind diese Pläne bis heute nicht bewusst! Mittlerweile haben wir noch etwas am Layout gefeilt, die fertigen Banner im Format 300×75 cm werden nun etwa wie folgt aussehen:

Es wäre toll, wenn möglichst viele Freundinnen und Freunde der Felder Ihren Protest zum Ausdruck bringen würden, und an ihrem Fenster, Balkon oder Zaun ein solches Banner aufhängen würden. Die Kosten pro Banner liegen dank größerer Stückzahl bei nur 30,00€.
Wer noch kein Banner bestellt hat, aber dabei sein möchte, kann bis zum 25.1. bei Frank.Patt@buendnis-fuer-die-felder.koeln formlos seine Bestellung aufgeben. Wir werden diese zum Monatsende produzieren lassen, sodass Anfang Februar die Banner zur Verfügung stehen sollten.
Entscheidung zum Rather See mit Wirkung für die Planung rund um die Felder?
Vielleicht hat der Eine oder Andere mitbekommen, dass im Dezember mehrfach größere Feuerwerke am Rather See abgebrannt wurden. Dies veranlasste das Ordnungsamt eine Unterlassung zu verfügen, gegen die der Betreiber der Wakeboard-Anlage einen Widerspruch einlegte. Dieser Widerspruch wurde abgewiesen, unter anderem mit der Begründung, dass am See verschiedene europäische Vogelarten zusammenkommen, die dort überwintern.
Sicherlich wird es interessant sein zu sehen, wie denn der Einfluss von Bautätigkeit, und Sportanlagen auf diese Vögel in den ausstehenden Artenschutz- und Umweltgutachten für die Bebauung bewertet werden wird.
Für wen soll eigentlich gebaut werden? Neue Bevölkerungsprognose für Köln veröffentlicht
Immer wieder fordern wir eine Bedarfsprognose als Grundlage für die geplante Bebauung unserer wertvollen Freiflächen im Kölner Osten. Nun hat die Stadt Köln im Dezember 2025 eine neue Bevölkerungsprognose für die Jahre 2035 und 2045 herausgegeben. Dabei wurden 3 Szenarien vorgestellt, wie sich die Bevölkerung entwickeln wird. Im mittleren (realen) Szenario wird davon ausgegangen, das von 2024 bis 2035 die Bevölkerung in Köln insgesamt(!) um 12.200 Personen zunehmen um dann bis 2045 wieder um 2.200 Personen abzunehmen. Vor diesem Hintergrund scheint die Frage berechtigt, warum eigentlich wertvolle Freiflächen Bauland werden sollen, und wer in die von unserem neuen Oberbürgermeisters geplanten 7.000 neuen Wohnungen pro Jahr einziehen soll?
Die vollständige Prognose zur Bevölkerungsplanung steht hier zur Verfügung: Bevölkerungsprognose
Im Dialog bleiben
Wir werden weiterhin mit den Entscheidern in der Politik im Dialog bleiben und Informieren, sobald es neue Erkenntnisse gibt. Zusätzlich freuen wir uns über jeden Impuls oder Hinweis, wenn sich irgendwo etwas bewegt.